100 Jahre Insulin

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100 Jahre Insulin

Beitrag von diabetesclub.ch »

100 Jahre Insulin_Logo_claim_DE (2).jpg

1921 wurde das Insulin entdeckt.

Die Diabetes-Therapie hat sich seither stetig weiterentwickelt und rettet Leben. diabetesschweiz, die Schweizerische Diabetestiftung und die Schweizerische Gesellschaft für Endokrinologie und Diabetologie haben zu diesem Jubiläum gemeinsam die Website

www.100-jahre-insulin.ch

aufgeschaltet. diabetesclub.ch gehört zur Trägerschaft von "100 Jahre Insulin"

Die Website wird mit den folgenden Themen laufend ergänzt und aktualisiert:
  • Geschichte des Insulins und Diabetestherapie (Zeitstrahl)
  • Statements von Experten, Fachpersonen, Betroffenen
  • Aktivitäten/Events zu 100 Jahre Insulin
  • Wissens -Quiz
  • PR Kampagne
Es wird sich also lohnen, immer wieder mal reinzuschauen….

Die Seite www.100-jahre-insulin.ch kann direkt über das Icon ganz oben rechts auf unserer Forenseite angeklickt werden:

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diabetix
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Re: 100 Jahre Insulin

Beitrag von diabetix »

:D :D super!!

diabetix
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Re: 100 Jahre Insulin

Beitrag von hut »

SONDERMARKE 100 JAHRE INSULIN

Zum 100 Jahre Insulin-Jubiläum erscheint am 4. März 2021 eine Briefmarke der Schweizer Post zu Ehren des lebenswichtigen Hormons.

Das Bild zeigt die sogenannte Tertiärstruktur von Insulin, dargestellt als 3D-Modell. Es handelt sich um eine Illustration des Insulinmoleküls in Form eines Bändermodells, bei dem Teile der inneren Struktur der beiden Aminosäuren-Ketten sichtbar werden. Diese erinnern an Girlanden. Die Darstellung lässt sich mit der Post-App sogar animieren.
Auch der Ausgabestempel greift das Thema auf. Er visualisiert mittels einer einfachen Miniatur-Infografik die Wirkung von Insulin im Körper.

Mehr dazu / Link zur Bezugsmöglichkeit:
https://www.100-jahre-insulin.ch/sondermarke

marke_insulin_1872x1053_0e619984c6.jpg
Marke2.jpg
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Re: 100 Jahre Insulin

Beitrag von hut »

diabetesclub.ch erinnert daran, dass Insulin nicht nur in der Diabetologie angewandt wurde …

100 JAHRE INSULIN

Dieses Jahr feiern wir 100 Jahre Insulin. In der Diabetesbehandlung ist Insulin nicht mehr wegzudenken. Insulin hatte auch in der Psychiatrie einen Stellenwert (siehe unseren Beitrag vom 8. Februar 2017 https://www.facebook.com/diabetesclub.c ... 3766122519 ) oder als PDF:
Insulin in der Psychiatrie.pdf
diabetesclub.ch ist im Buch «Eingeschlossen» auf die Schilderung der Anwendung von Insulin in der Psychiatrie gestossen (Buchauszug S. 134):

«Bei der Insulinschocktherapie wurde Patientinnen und Patienten, bei denen meist eine Schizophrenie diagnostiziert worden war, Insulin gespritzt. Aufgrund der dadurch erfolgten Absenkung des Blutzuckerspiegels fielen die Patienten in ein Koma, manche erlitten einen Krampfanfall. Um sie wieder aus dem künstlichen Koma zu holen, musste ihnen eine Zuckerlösung verabreicht werden. Ambros Uchtenhagen schildert diesen Vorgang wie folgt: «Nach einer gewissen Zeit hat man ihnen einen Schlauch in den Hals hinuntergetan und musste dann kontrollieren, dass er nicht in der Lunge ist, sondern im Magen, weil man dann Zuckerlösung hineingeleert hat.» Die Patienten, so fährt er fort ‹hatten auch furchtbar Angst vor diesem Zeug, und es sind auch nicht mehr alle erwacht aus diesem Koma›. Gleich mehrere Ehemalige schildern, dass viele die Insulinkur nicht überlebten. Rolf Mösli war bei zwei tödlich verlaufenen Insulinkuren dabei, Im einen Fall hatte man vergeblich noch Glucagon gespritzt, nachdem die Zuführung von hochkonzentriertem Traubenzuckertee über einen Schlauch keine Wirkung gezeigt hatte. Andererseits, so räumt er ein, seien viele nach der Kur tatsächlich besser ‹zwäg› gewesen [es sei ihnen besser gegangen]. Der ehemalige Pfleger Willi Keller meint zu dieser risikobehafteten Kur lakonisch: ‹Also das war schon ein bisschen eine Lotterie. › Ende der 1960er-Jahre wurden nicht mehr viele Insulinkuren durchgeführt, meint Madeleine Erlanger, die 1969 gleichzeitig mit ihrem damals pensionierten Chef Manfred Bleuler das Haus verliess. Jules Angst, Bleulers interimistischer Nachfolger, gibt an, die Insulinbehandlungen abgesetzt zu haben, gerade weil so viele daran starben. Am Burghölzli scheint diese Therapie aber auch noch später angewandt worden zu sein. Jedenfalls glaubt sich Rolf Mösli zu erinnern, eine der letzten Insulinkuren sei 1975 gemacht worden. Dann habe Klinikdirektor Ernst
gesagt: ‹Ende! Wir haben heute bessere Möglichkeiten. ›»

Quelle:
Buch «Eingeschlossen» - Alltag und Aufbruch in der psychiatrischen Klinik Burghölzli zur Zeit der Brandkatastrophe von 1971
Chronos-Verlag Zürich
ISBN 978-3-0340-1414-4

Insulinschocktherapie.jpg
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Re: 100 Jahre Insulin

Beitrag von hut »

diabetesclub.ch weist auf einen denkwürdigen Artikel zu «100 Jahre Insulin» hin ….

JEDER ZWEITE MENSCH MIT DIABETES HAT KEINEN ZUGANG ZU INSULIN:
Ärzte ohne Grenzen fordert mehr Anstrengungen für Generika


Der Leiter der Erfindergruppe des Insulins, Frederick Banting, wollte damit kein Geld verdienen, sondern stellte den Stoff 1921 „der Welt“ zur Verfügung. Doch 100 Jahre später verhindern unter anderem hohe Preise den Zugang für Hunderte Millionen von Menschen, die Insulin brauchen. Ärzte ohne Grenzen begrüßt deshalb den heute vorgestellten „Globalen Diabetes Pakt“ der WHO, fordert aber mehr Anstrengungen, um generische, günstige Insuline zuzulassen.

Banting überließ das Patent auf Insulin damals für einen symbolischen Euro der Universität Toronto. Seine Überzeugung: „Insulin gehört nicht mir, es gehört der Welt.“ Heute kontrollieren drei Pharmafirmen, Novo Nordisk, Eli Lilly und Sanofi, 99 Prozent des weltweiten Insulinangebots – und alle drei verlangen Preise, die sich viele Menschen in ärmeren Ländern nicht leisten können. Eine Jahresdosis Insulin für einen Patienten kostet in der Herstellung rund 120 Euro. Ärzte ohne Grenzen muss aber an die Hersteller zwischen 250 und 1030 Euro zahlen, um einen Patienten in ärmeren Ländern oder Krisenregionen ein Jahr versorgen zu können. „Es ist entmutigend, wenn wir in der Praxis sehen, dass die Menschen so viele Schwierigkeiten haben, Insulin zu bekommen“, sagt Dr. Brian Nyagadza, Arzt in einem Projekt in Zimbabwe. „Sie haben keine andere Wahl, als ihr Insulin zu rationieren und weniger zu nehmen, als sie eigentlich brauchen. Dadurch sind sie einem hohen Risiko für lebensgefährliche Komplikationen ausgesetzt.“

Weltweit arbeiten mehrere Hersteller daran, generische Insuline zu günstigeren Preisen bereitzustellen. Die WHO unterstützt das seit 2019 mit einem „Präqualifizierungsprogramm“. Doch bisher hat kein Hersteller die Qualifizierung abgeschlossen. „Die WHO muss hier Prioritäten setzen und den Prozess beschleunigen“, sagt Marco Alves von der Medikamentenkampagne von Ärzte ohne Grenzen in Deutschland.
Ein weiteres Hindernis für viele Patienten im Globalen Süden ist die Vorgabe der Hersteller, nach der Insulin gekühlt werden muss. Ärzte ohne Grenzen konnte jedoch im Februar in einer Studie mit der Universität Genf nachweisen, dass mehrere Insuline bis zu vier Wochen bei Temperaturen zwischen 25 und 37 Grad Celsius gelagert werden können. Die Ergebnisse wurden in der Online-Fachzeitschrift PLOS ONE veröffentlicht. „Die Vorgaben der Hersteller sollten daher umgehend aktualisiert werden“, sagt Marco Alves. „Mehr Menschen besser mit Insulin zu versorgen, ist möglich.“

Quelle / mehr dazu:
https://www.aerzte-ohne-grenzen.de/pres ... n-diabetes
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