Geschichte der Diabetologie

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hut
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Re: Geschichte der Diabetologie

Beitrag von hut »

Wieder einmal blickt diabetesclub.ch in die Geschichte zurück, diesmal auf die Pionierzeit des Bereichs

KONTINUIERLICHE GLUKOSEMESSUNG

Die wahrscheinlich erste tragbare Ausrüstung wurde von Prof. Ernst Friedrich Pfeiffer (1922 – 1997) im Institut für Diabetes-Technologie Forschungs- und Entwicklungsgesellschaft mbH an der Universität Ulm entwickelt und bekam daher den Namen „Ulmer Zuckeruhr“.

Bei der Ulmer Zuckeruhr wird eine Mikrodialysenadel gesetzt, durch welche die Flüssigkeit in ein am Körper getragenes Messgerät gepumpt und dort die Glukose gemessen wird.

Dieses Messgerät sendet die gewonnenen Daten zum Glukosesender, der gleichzeitig als Speicher dient. Er gibt die Signale an eine 1994 bereits medizinisch genutzte Pulsuhr weiter. Diese kann allerdings nur Ergebnisse bis 200 anzeigen, deswegen musste diese Zahl auf der Armbanduhr mal zwei genommen werden, um als Resultat den Glukosewert zu erhalten. Sie war für die Überprüfung innerhalb eines mehrtägigen Krankenhausaufenthaltes geeignet. Ihre Länge von 20 cm, die Breite von 10 cm, die Tiefe von 6,5 cm und das Gewicht von etwa 570 Gramm widersprechen eigentlich einer Anwendung im alltäglichen Gebrauch.

Die weitere Entwicklung (möglich, dass es bei den Jahreszahlen je nach Quellen Abweichungen gibt):
Es folgten 1999 der Minimed Guardian RT; 2001 GlucoWatch 2; 2003 der Glucoday S. bei welchem allerdings der Arzt / die Ärztin die Messstrecke mittels einer dicken Punktionskanüle im Unterhautfettgewebe des Bauches setzen musste; 2006 der Real Time von Medtronic; 2007 der Freestyle Navigator; 2009 DAS Dexcom Seven Plus; 2012 löste der Dexcom G4 den Seven Plus ab; 2017 der implantierbare Sensor Eversense mit Transmitter; heute sind wir beim Dexcom G6 und beim FreeStyle Libre angelangt …

Quelle:
https://diabetesmuseum.de/
ulmer-zuckeruhr.jpg
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Re: Geschichte der Diabetologie

Beitrag von hut »

diabetesclub.ch erinnert:

HEUTE VOR 98 JAHREN …

Am 11. Januar 1922 erhielt der erste Diabetiker, der bis zum Skelett abgemagerte Knabe Leonard Thompson, eine Insulininjektion. Jenes Pankreasextrakt war noch nicht sehr konzentriert; es senkte den Blutzucker nicht so stark, wie man gehofft hatte.
Am 23. Januar 1922 erhielt Leonard eine zweite Injektion von einem stärker gereinigten Extrakt – und sein Blutzucker sank von 29 auf 7 mmol/l ab! Präparate waren zu Beginn noch schlecht gereinigt; Schmerzen und Abszesse an den Einstichstellen waren eine häufige Folge.

Obwohl die chronische Stoffwechselerkrankung bereits vor über 3000 Jahren entdeckt wurde, stellte sie bis in die 1920er-Jahre ein Mysterium dar. Bis dahin war nur bekannt, dass eine Diät half, die Fette und Proteine begünstigt, Kohlenhydrate und Zucker jedoch einschränkt.

Im Sommer 1921 gelang Frederick Banting und Charles Best schlussendlich die Isolierung von Insulin aus den Bauchspeicheldrüsen tierischer Feten. Die ersten Tests an Tieren zeigten bereits, dass Diabetes-Symptome durch Insulin abgeschwächt werden konnten. Es bestätigte ihre Annahme, dass Diabetes durch einen Mangel an Insulin entsteht, was wiederum zu einem erhöhten Blutzucker führt.

Die beiden Forscher entnahmen fortan Insulin von Schlachtvieh. Der Teenager Leonard Thompson war nur der Erste, dem die Zufuhr von Insulin bei seiner Diabeteserkrankung half. Im selben Jahr begann die industrielle Herstellung von Insulin. Bereits 1923 war es weltweit erhältlich und rettete seither unzählige Leben. In jenem Jahr erhielten Banting und John James Rickard Macleod, ein weiterer Mitentdecker des Insulins, den Nobelpreis für Physiologie oder Medizin. Fünf Jahre später wurde festgestellt, dass es sich bei Insulin um ein Protein handelt.

Quelle:
https://www.history.de/heute-vor/detail ... betes.html
Leonhard Thomson.jpg
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