BZ-Rechner

Blutzuckerumrechner für mmol/l und mg/dl inkl. HbA1c (geschätzt)

HbA1c mg/dl mmol/l
Der angebene HbA1c ist nur ein Näherungswert. Er ersetzt nicht den vom Arzt gemessenen HbA1c, und darf nicht für Therapiezwecke verwendet werden.

Schwangerschaftsdiabetes

Allgemeine Fragen und Gespräche rund um Diabetes

Schwangerschaftsdiabetes

Beitragvon angelath » So 11. Mär 2018, 11:43

Hallo alle zusammen

Ich weiss nicht, ob ich hier willkommen bin. Immerhin darf ich hoffen, dass der Diabetes bei mir nach der SS wieder so verschwindet, wie er aufgetaucht ist. Mein Arzt ist zwar der Meinung, es könnte vor der SS bereits eine Insulinresisitenz vorgelegen haben, die unbemerkt da war. Sollte ich mit dieser Diagnose nicht erwünscht sein - was ich verstehen kann - bitte mitteilen.

Seit zwei Wochen weiss ich von der SS-Diabetes und bin ca. 3x wöchentlich im Unispital, einerseits Arzt, andererseits Diabetologin und noch die Ernährungsberaterin. Fühle mich sehr gut betreut und sie haben alle echt schnell gehandelt und ich kann jederzeit anrufen oder emails schreiben. Ich bin übrigens in der 26. SSW.
Mein Nüchternwert lag immer bei 8-9, immer eine Stunde nach Mahlzeit im 11-er Bereich. Also für meine SS viel zu hoch. Nüchtern müsste er unter 5.3 sein, 1h nach Mahlzeit unter 8. Mit dem Messen habe ich keine Probleme. Seit drei Tagen spritze ich nachts Levemir um den Nüchternwert runterzubekommen. Begonne bei 10 Einheiten (sank auf 6.6), 16 Einheiten (sank auf 5.7) und gestern 19 Einheiten (heute war 6.6). Ich halte mich zu 100% an alle Anweisungen der Ernährungsberaterin. Viele Nahrungsmittelallergien machen es zusätzlich nicht grad einfach. Ich messe das gewicht von allem ab, um ja nicht zuviel zu essen und käme damit gut klar, ich mache es ja für den Kleinen in mir. Aber das Ergebnis macht mich echt wahnsinnig heute und ich frage mich, wie das in den Griff zu kriegen ist. Es hat sich so simple angehört, Einheiten erhöhen, bis der BZ nüchtern unter 5.3 ist...Aber ich habe gestern nichts anderes gemacht, wie die Tage davor und mit mehr Insulin ist er jetzt höher.

Ich habe morgen früh wieder einen Termin, mein Arzt hatte die Hoffnung, dass mit dem sinkenden Nüchternwert vielleicht auch die Mahlzeitenwerte günstiger werden, diese Hoffnung habe ich nun aufgegeben. Aber waru ist der Wert heute höher?

Meine Ernährungsempfehlung ist vorläufig, 50 g Nudeln/Reis/Brot mit viel Gemüse und Eiweiss. Zwischen den Hauptmahlzeiten darf ich keine KH essen, nur Gemüse (ich vertrage gar kein Früchte) und Eiweiss. Meist mache ich Gemüsestiks mit etwas Käse oder Quark. Kein Süsses, keine Süssgetränke, klar. Ich halte mich zu 100% an alles...Und habe schreckliche Angst, meinem Kleinen mit jedem Essen nun zu schaden, wo der BZ höher ist, als er sein sollte. Natürlich kommt die Verzweiflung dazu, dass ich mich an alles halte und es klappt nicht...Vielleicht ist einfach noch zu wenig Zeit vergangen um meinen Körper und die Nahrung drauf einzustellen, das kann sein, aber die SS wartet ja nicht...

Ach...Entschuldigt das Egopost. In keinem SS-Forum findet man fundierte Informationen, jeder schreibt einfach, wie es ihm ergeht, wie die Werte sind und keiner mit SSDiabetes ist natürlich qualifiziert einem zu helfen, es ist ja für alle neu und ungewohnt.

Sagt mir, wenn ich hier falsch bin, ist wirklich kein Problem.

LG Angela
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Re: Schwangerschaftsdiabetes

Beitragvon hut » So 11. Mär 2018, 12:03

Hallo Angela
Herzlich willkommen im diabetsclub.ch! Auch wenn wir kein explizites Forum für Schwangerschaftsdiabetes sind, hoffe ich, dass du hier Tipps und Informationen erhältst.

Ohne mich in SS-Diabetes wirklich auszukennen, kann ich grundsätzlich darauf hinweisen, dass sämtliche Diabetesbetroffene Blutzuckerschwankungen, für welche kaum eine Erklärung zu finden ist, kennen. Sehr viele Faktoren wirken auf den Blutzucker...

"Mahlzeitenwerte" werde üblicherweise mit eine Bolusinsulin beeinflusst. Diese Frage müsstest du aber deiner Diabetologin stellen.

Ich hoffe, dass Antworten folgen, von Leuten, welche eigene Erfahrungen mit Schwangerschaftsdiabetes haben.
Wer einen Tippfehler findet, darf ihn behalten, ich besitze noch einen genügenden Vorrat davon!
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Re: Schwangerschaftsdiabetes

Beitragvon angelath » So 11. Mär 2018, 12:56

Hallo Hut

Ach vielen Dank für deine Antwort, hat mich sehr gefreut! Und auch etwas beruhigt, dass es solches gibt. Da ich sehr neu bin auf dem Gebiet, dachte ich halt, OK, Insulin und der Wert nüchtern müsste gut sein!

Habe gerade gefrühstückt und jeder Bissen kostet gerade Überwindung, der Gedanke, meinem Kleinen nichts Gutes zu tun, ist heute zum ersten Mal allgegenwärtig. Ich hoffe, ich werde nicht ein Fall für den Psychiater *Witz*.

Morgen gehe ich zur Besprechung und dort wird Thema das Mahlzeiteninsulin sein, da der Wert jetzt nicht gesunken ist auch mit Ernährungsumstellung.

Danke nochmals und ich werde mich hier durchlesen und sicher vieles mitnehmen können.

LG Angela
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Re: Schwangerschaftsdiabetes

Beitragvon Herr_Koch » So 11. Mär 2018, 16:43

Hoi Angela

Wie hut bin auch ich kein Experte für Schwangerschaftsdiabetes, biologisch bedingt. ;)

Was aber wichtig ist, ist das hier:
Habe gerade gefrühstückt und jeder Bissen kostet gerade Überwindung, der Gedanke, meinem Kleinen nichts Gutes zu tun, ist heute zum ersten Mal allgegenwärtig. Ich hoffe, ich werde nicht ein Fall für den Psychiater *Witz*.


Die frische Diabetes-Diagnose schlägt manchem auf den Appetit. Darf ich? Was darf ich? Muss ich? Essen ist einerseits dafür da, dass wir überleben. Aber auch, damit wir uns gut fühlen. Und Essen soll Spass machen, Freude sein, Genuss. Dann gehts uns gut. Und dir als werdende Mutter muss es gut gehen, damits deinem Baby gut geht. Heisst, iss ohne schlechtes Gewissen. Dabei kannst du auf die Unterstützung der Ernährungsberatung und deiner Ärzte zählen, wie du das bereits tust.

Und, wie du schreibst, besteht die grosse Chance, dass du diesen unangenehmen Begleiter nach dem Ende der Schwangerschaft wieder los wirst. Also ist es völlig ok, wenn du dich während dieser Zeit auf die Experten verlässt. Bei "normalen" Diabetikern sagt man von Anfang an, dass sie ihr eigener Arzt sein müssen und sich vieles an Wissen aneingnen sollen, um die Krankheit in den Griff zu bekommen. Ich hoffe mal, das ist bei dir nicht nötig. ;)
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Re: Schwangerschaftsdiabetes

Beitragvon angelath » Mo 12. Mär 2018, 08:31

Hallo Herr Koch und guten Morgen

Biologisch bedingt :lol: das ist gut. Trotzdem danke vielmals für deine Worte. Meine Ernährungsberaterin hat mir auch ganz deutlich gesagt, das ich essen soll und muss und auch die Anzahl stärkehaltigen Beilagen, die sie mir aufgegeben hat. Ich tus auch; ich denke, es geht einfach einige Tage, mich daran zu gewöhnen. Leider habe ich jetzt ein Kilo abgenommen, was ich offenbar aber auch nicht sollte...

Obwohl mein Nüchternwert heute wieder zu hoch war, konnte ich gestern beim 1-Stundenwert nach dem Nachtessen punkten, ich hatte 7.1, was bei mir unter 8 sein soll. In einer Stunde bin ich wieder im Unispital und es gibt Besprechung. Ich bin gespannt, was ich da erfahre.

LG Angela
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Re: Schwangerschaftsdiabetes

Beitragvon Michele » Fr 23. Mär 2018, 09:36

Hallo Angela!

Wie geht es Dir inzwischen mit der SS und dem Diabetes? Vielleicht bin ich schon zu spät mit Schreiben, aber vielleicht könnte es auch noch sein, dass Du hohe Werte nach dem Essen hast, weil Du grosse Mengen Eiweiss isst. Viel Eiweiss erhöht den BZ auch, das muss ich bei mir auch beachten, wenn ich meinen Essens-Bolus berechne. Dann brauch ich mehr Insulin. Konnten Dir die Ernährungsberater und Ärzte inzwischen noch mehr helfen? Oder hast Du immer noch so grosse Angst? Ich wünsche Dir viel Kraft und Ruhe für dich und deinen Bauchzwerg!
LIebe Grüsse, Michele
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